Alle Beiträge von Stefan Heidrich

Richtig Lüften, Abschatten, Kühlen im Sommer

leseerlaubnis schrieb am 17.06.2023 auf Twitter:

Weil es schon in Richtung Sommerhitze und tropische Nächte geht, hier einige Tipps dazu, wie man ein Gebäude korrekt bedient, um möglichst gut über den Sommer zu kommen.

1. Nachts für Durchzug sorgen

Sollten Sie Bedenken wegen Regen haben, dann einfach die Rollläden runter machen, aber nur so weit, dass unten 5 bis 10 cm offen bleiben und natürlich die Schlitze offen sind und Fenster dahinter kippen. Dann regnet es nicht rein.
Wichtig ist: Möglichst viele Fenster gleichzeitig offen haben, damit es nachts durchzieht.
Das kühlt die schweren Bauteile ab und die Bauteile wie Betondecken oder Mauerwerkswände oder im Holztafelbau die Trockenbauplatten gehen nicht mit hohen Temperaturen von ggf. +26 °C, sondern mit der Nachttemperatur von +17 °C bis +22 °C in den nächsten Tag.

2. Kellerfenster geschlossen halten

Warum? Weil die Außenluft im Sommer so viel Feuchte hält, dass dieses gasförmige Wasser an kalten Kellerwänden, Möbeln und Lagergüter kondensieren würde. Schon eine Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit im Keller auf ca. 80 % bei den üblichen Kellertemperaturen um +14 °C bis +16 °C würde binnen weniger Tage zu Schimmelpilzbewuchs und Schäden am Lagergut führen. Am Besten gar nicht lüften – wenn keine Radongefahr besteht. Ein Keller eines trockenen Hauses braucht im Sommer keine Lüftung, schließlich atmet dort tagsüber niemand und Feuchte käme ja maximal von außen rein. Sollte Radongefahr bestehen, dann ist das natürlich vollkommen anders. Dann muss gelüftet werden. Wie das geht klären Sie am Besten mit einer Lüftungsfirma für Kellerlüftungen. Am Besten sind dann feuchtegesteuerte Lüftungsanlagen, die man auf die Radonbelastung einstellt.
Zurück zum oberirdischen Teil des Hauses…

3. Verschatten

Tagsüber braucht das Haus/die Wohnung alle Verschattung, die es bekommen kann und zwar immer dort, wo die Sonne draufscheint. Sie müssen also an der Nord-Ostseite nicht ganztags beschatten aber am Morgen. Und an der Westseite muss man erst am Nachmittag beschatten, bevor die Sonne nach Westen rum kommt.
Die Regel ist: Dort wo die Sonne durch die Fenster kommt, dort beschattet man an heißen Tagen.Wie? Immer so, dass der Schatten ausreicht, aber nie verdunkeln. Warum nicht? Ganz einfach:
Lassen Sie den Rollladen ganz runter (wie das leider viel zu viele Menschen machen), dann erwärmt sich der Zwischenraum zwischen dem Rollladen und der Glasscheibe auf über +60 °C. Sie haben dann also auf der Außenseite der Scheibe viel heißer als ohne Rollladen.
Deshalb ist es auch hier wichtig: Verschatten ja, verdunkeln nein.
Am allerbesten sind immer noch Jalousien (die man nur so weit kippt, dass sie die Sonne abstrahlen, man aber gut durchsehen kann) oder Holzläden mit jalousieartigen Schlitzen.
Bei Dachflächenfenstern sollte die Verschattung immer außen sein. Zur Not spannen Sie ein Tuch außen vor. Keine gute Idee sind die ab und an zu sehenden gold/silbernen Rettungsfolien, weil sie Glas und Rahmen beschädigen können.
Deshalb: Entweder das Außenrollo des Herstellers oder aber Stoffe mit Reflexionsbeschichtung, die man außen vorspannt. (Jetzt müssen Fans von Kachelmann stark sein) Auch im Dachgeschoss gilt: Tagsüber möglichst wenig lüften und wenn man nicht da ist am Besten Fenster zu lassen.
Warum? Weil sich an Dächern, über den auf teils bis zu +80 °C heißen Ziegeln eine hohe
Lufttemperatur bildet. Würden sie den ganzen Tag über lüften, dann holen Sie sich Luft mit sehr deutlich über +40 °C teils bis an die +60 °C in den Innenraum. Luft, die nur am Dach so heiß ist.
Das sollte man also nicht machen, sondern – wenn man tagsüber bei der Arbeit ist, die Dachflächenfenster verschattet zu lassen und auch am Abend nur erst einmal stoßlüften. Ja, Luftbewegung kühlt, dann aber besser erst einmal einen Turmventilator nehmen und erst auf machen, wenn der CO2-Gehalt der Raumluft zu hoch ist oder es außen kühler wird als innen. Wenn man sich tagsüber die Hitze in den Innenraum holt, dann erwärmen sich die Innenwände und Trockenbauplatten unnötig. Dann hätte man ggf. +45 °C im Raum und Wände mit +40 °C anstatt mit +32 °C.
Und auch im Dachgeschoss gilt: Jede Nacht lüften mit Durchzug. Die Wärme muss nachts raus aus dem Haus. Nur wenn man das Haus/die Wohnung jede Nacht so gut wie möglich kühlt, bleibt es bis zum Ende des Sommers erträglich.

Ist es dann noch zu heiß: Klimaanlage + Balkonsolar.
Im eigenen Haus an eine Split-Inverter-Luft-Luft-Wärmepumpe denken, die gar nicht so teuer ist und im Sommer kühlt und im Winter heizt. Den Strom mit PV beigesteuert, wird das klimaneutral zur „Solaren Kühlung“.
Wenn man in einem Mehrfamilienhaus wohnt, dann lohnt es sich, mit den Nachbarn nebenan, drunter oder drüber zu sprechen, damit die nachts auch möglichst die ganze Zeit Durchzug haben. Wenn man sich schwere Bauteile wie Decken und Wände teilt, hilft das.

Und jetzt hoffe ich, Sie kommen alle gut durch den Sommer.

Quelle: https://twitter.com/leseerlaubnis/status/1670015951041904642

Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen engagiert sich beim „Stadtradeln im Main-Tauber-Kreis“

Gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Zukunft

Lauda-Königshofen. Der Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen setzt sich aktiv für den Klimaschutz in unserer Stadt ein, indem er u.a. an der Aktion Stadtradeln teilnimmt. Trotz der Entscheidung der Stadt Lauda-Königshofen, nicht offiziell an der Aktion teilzunehmen, ist es dem Klimaarbeitskreis ein wichtiges Anliegen, ein Zeichen zu setzen und gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft zu handeln.

Die Aktion Stadtradeln, die bundesweit stattfindet, ermutigt Bürgerinnen und Bürger, auf das Fahrrad umzusteigen und somit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Durch die Teilnahme werden nicht nur die individuellen CO2-Emissionen reduziert, sondern auch ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität geschaffen. Die Mitglieder des Klimaarbeitskreises möchten mit gutem Beispiel vorangehen und andere dazu ermutigen, sich ebenfalls aktiv einzubringen.

„Wir sind fest davon überzeugt, dass der Klimawandel eine der größten Herausforderungen unserer Zeit darstellt“, erklärt Stefan Heidrich vom Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen. „Indem wir beim Stadtradeln mitmachen, möchten wir unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu inspirieren, alternative Fortbewegungsmöglichkeiten zu nutzen und dadurch den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Jeder einzelne Kilometer zählt!“

Der Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen lädt alle Interessierten ein, sich der Initiative anzuschließen und gemeinsam ein starkes Signal für den Klimaschutz zu setzen. Jeder Kilometer, der während des Aktionszeitraums vom 14. Juni bis zum 4. Juli mit dem Fahrrad zurückgelegt wird, kann online auf der Plattform von Stadtradeln registriert werden – https://tinyurl.com/stadtradeln-lk. Dadurch entsteht nicht nur ein Wettbewerb um die meisten geradelten Kilometer, sondern es werden auch wertvolle Daten zur Weiterentwicklung des Radverkehrs in Lauda-Königshofen gesammelt. Vielleicht kann damit der weitere Ausbau des Radwegenetzes angestoßen werden, um die noch fehlenden Stadtteile Heckfeld, Messelhausen und Deubach auch noch ins Radnetz zu integrieren.

Der Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen freut sich auf eine rege Teilnahme und appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, sich aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. Gemeinsam können wir einen positiven Einfluss auf unsere Umwelt nehmen und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen schaffen.

Heizungsverbot, und jetzt?

Wärmepumpen und Wasserstoff im Check!
ZDF Terra X und Prof. Dr. Harlad Lesch über die Heizung der Zukunft
Das Gebäudeenergiegesetz soll novelliert werden, denn in Zukunft sollen Heizungen möglichst umweltschonend betrieben werden. Aber was bedeutet das eigentlich? Welche Alternativen zur teuren #Wärmepumpe gibt es? Und wie kann die #Wärmewende wirklich gelingen?
Es lohnt sich auch die Videobeschreibung auf Youtube anzusehen.

25.04.2023: Alles klar, Balkonsolar

Einladung zur Vortragsserie „Alles klar, Balkonsolar“
Infoabend zu kleinen Solaranlagen für den Balkon (“Balkonkraftwerke“)

  1. Termin
    Dienstag, 25. April um 19 Uhr
    im Gerlachsheimer Josefshaus (Josefsaal)
    Würzburger Straße 22A, 97922 Lauda-Königshofen
  2. Termin (Ausrichter ist hier der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen TBB)
    Donnerstag, 11. Mai um 19 Uhr
    im Gründerzentrum Tauberbischofsheim
    Am Wört 1, 97941 Tauberbischofsheim
    (Termin und Ort beim 2. Termin bitte in der Tagespresse gegenprüfen)

Themen werden die rechtlichen Grundlagen, die Standortbeurteilung, die Technik, der Nutzen, die Kosten und Beispielinstallationen von Balkonkraftwerken sein.
Nach dem ca. einstündigen Vortrag ist noch eine halbstündige Fragerunde eingeplant.
Die beiden Vorträge sind identisch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Vortragender ist Armin Hambrecht aus Gerlachsheim.

„Wenn das Dach nicht geeignet ist für eine große Photovoltaikanlage, wenn man in einer Wohnung und nicht im Einfamilienhaus lebt oder der Vermieter sich querstellt – in diesen Fällen sind kleine Solaranlagen für den Balkon, sogenannte Balkonkraftwerke, oft eine gute Alternative.
Auch wenn man keine große bauliche Veränderung am Haus möchte und zum Beispiel die Grundlast mit umweltfreundlichem Solarstrom abdecken will, sind die einfach am Balkongeländer zu befestigenden Solarpanels eine gute Lösung,“
erklärt Armin Hambrecht.

Inzwischen sind nach einer Information der Verbraucherzentralen in
Deutschland bereits ca. 250.000 Balkonkraftwerke in Betrieb.

Buchvorstellung von Ulrike Hermann

am 05.04.2023 im Club w71 in Weikersheim

Sylvia, Martina und Armin waren am 05.04.2023 zur Buchvorstellung von Ulrike Hermann im Club w71 in Weikersheim.

Demokratie und Wohlstand, ein längeres Leben, mehr Gleichberechtigung und Bildung: Der Kapitalismus hat viel Positives bewirkt. Zugleich ruiniert er jedoch Klima und Umwelt, sodass die Menschheit nun existenziell gefährdet ist. „Grünes Wachstum“ soll die Rettung sein, aber Wirtschaftsexpertin und Bestsellerautorin Ulrike Herrmann hält dagegen: Verständlich und messerscharf erklärt sie in ihrem neuen Buch, warum wir stattdessen „grünes Schrumpfen“ brauchen.Die Klimakrise verschärft sich täglich, aber konkret ändert sich fast nichts. Die Treibhausgase nehmen ungebremst und dramatisch zu. Dieses Scheitern ist kein Zufall, denn die Klimakrise zielt ins Herz des Kapitalismus. Wohlstand und Wachstum sind nur möglich, wenn man Technik einsetzt und Energie verbrennt. Leider wird die Ökoenergie aus Sonne und Wind aber niemals reichen, um weltweites Wachstum zu befeuern. Die Industrieländer müssen sich also vom Kapitalismus verabschieden und eine Kreislaufwirtschaft anstreben, in der nur noch verbraucht wird, was sich recyceln lässt. Aber wie soll man sich dieses grüne Schrumpfen vorstellen? Das beste Modell ist ausgerechnet die britische Kriegswirtschaft ab 1940.

Dazu gibt es einen Bericht in der FN  von DILAN SALATAN

https://www.fnweb.de/orte/weikersheim_artikel,-weikersheim-loesung-im-verzicht-wieder-lernen-sich-einzuschraenken-_arid,2071267.html

Buchvorstellung von Ulrike Hermann 05.04.2023

2023-03-28

Anwesend: Walter Egenberger, Frank Schwartz, Christina Sack, Dieter Moll, Manuel Ruf, Regina Weiss, Sylvia Hambrecht, Armin Hambrecht, Angelika Tolle-Rennebarth, Stefan Heidrich

TOP 1: Tempo 30

  • ca. 175 Unterschriften gesammelt
  • es sollen ein paar mehr als die nötigen 219 gesammelt werden, um bei eventuellen Doppelungen oder Streichungen genügend zu haben
  • bis zur nächsten Sitzung sollen alle Unterschriften gesammelt sein
  • Beschluss: „Übergabe“ der Unterschriften bei Bürgerfragestunde in Gemeinderat

TOP 2: Repair-Café

  • Dieter und Walter berichten von Besuch des Repair-Cafés in Wertheim zusammen mit Frau Podlech vom Mgh. Dieses wird in der Stadtbücherei von der Stadt betrieben und findet monatlich an einem Montag von 5 bis 7 Uhr statt.
  • Beschluss: wir machen das Repair-Café nur, wenn die Stadt den Betrieb übernimmt
  • Dieter teilt BM Braun Beschluss mit und bespricht mit ihm Frage nach Räumlichkeiten
  • Klärungsbedarf bei Frage, welche Nachweise Reparateure brauchen

TOP 3: Wärmepumpenvortrag

  • Beschluss: kein Vortrag mit Wärmepumpenhersteller; Herrn Fiedler für 2. Vortrag anfragen, sollte bis spätenstens Mitte Mai stattfinden
  • Artikel zu Vortrag in Beckstein soll noch geschrieben werden: Armin schickt Entwurf an Christina

TOP 4: Balkonmodulvorträge

  • Armin liegen Anfragen dazu aus Tbb (Grüner OV) und Mgh (Naturschutzgruppe ?) vor.
  • Beschluss: Drei Vorträge in Tbb, Mgh und Lauda geplant, Armin stimmt Termine ab

TOP 5: Sonstiges

  • Walter sendet Ergebnisse der Klimawerkstatt in Weikersheim
  • Frank Schwartz regt an, an einem Treffen der Oma/Opas for future Tbb teilzunehmen
  • nächster Termin Klimaarbeitskreis: Dienstag, 02.05 um 19 Uhr

Vortrag Wärmepumpen 17.03.2023

Beim Vortrag „Das Energiekonzept des 21. Jahrhunderts: Wärmepumpen in Neu- und Altbau“ mit dem Energieberater und Energieeffizienzexperten Dr. rer. nat. Dipl.-Ing. (Univ.) Sebastian Fiedler vom Förderkreis Umweltschutz Unterfranken (FUU) e.V. waren unglaubliche 160 Zuhörer vor Ort.

Hier die Präsentation von Dr. Fiedler, die er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:
http://klimaarbeitskreis-lk.de/wp-content/uploads/Wie_heize_ich_morgen.pdf