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Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen zum Thema B 290: Zu spät für eine vernünftige Lösung?

Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen befasste sich erneut mit der Neugestaltung der B 290 im Bereich Gerlachsheim unter Betrachtung aus Sicht der Radfahrer und Fußgänger

In der gut besuchten Arbeitssitzung des Klimaarbeitskreises standen mehrere Punkte auf der Tagesordnung. Zunächst berichtete Armin Hambrecht von der gut besuchten Demo in München für den Erhalt und Ausbau der Erneuerbaren Energien mit deutlicher Kritik an Wirtschaftsministerin Katharina Reiche für deren Engagement für die fossilen Energien.

Einen recht interessanten Einblick in die Arbeit von Food-Sharing im allgemeinen und im besonderen im Main-Tauber-Kreis gewährte eine engagierte Mitarbeiterin vor Ort. Die Organisation habe sich zum Ziel gesetzt, Lebensmittel vor der Vernichtung zu retten, komme aber dabei mit den Tafeln nicht in Konflikt, sondern ergänze und unterstütze sie sogar. Letztendlich sei das große Ziel, dass sich die Organisation selbst überflüssig mache, wenn die Ziele erreicht seien.

Andrea Lindner berichtete von der Kontaktaufnahme mit dem BUND zwecks Vortrag zum wichtigen Thema PFAS. Hier ist eine öffentliche Veranstaltung im Herbst in Lauda-Königshofen geplant.

Das zeitintensivste Thema war jedoch erneut die Situation für Radfahrer und Fußgänger im Bereich der in Kürze beginnenden Neugestaltung der B 290 im Bereich Gerlachsheim.

Die Planung sehe vor, dass es künftig nur noch eine Brücke, gemeinsam für den motorisierten Verkehr als auch für die Radfahrer und Fußgänger gebe, so Armin Hambrecht zu Beginn. Auf der westlichen Seite handele es sich um einen benutzungspflichtigen gemeinsamen Geh- und Radweg im Zweirichtungsverkehr, östlich um einen Gehweg, teilweise im Altbestand. In der Mitte der Straße werde eine 3 Meter breite Querungshilfe eingerichtet. Für die Radfahrer aus der St. Veit-Str. kommend (aus Richtung Grünsfeld), bedeute dies, dass sie sich nach links auf den sehr schmalen Gehweg orientieren müssen. Da dies sehr umständlich sei, und ohne absteigen sicher nicht zu händeln sei, vermute man, dass wie bisher die B 290 bei der Einmündung vollständig über die Bundesstraße überquert werde, um auf den westlichen Radweg zu gelangen. Auch gebe es in der Planung keine Wartelinie für diejenigen, die ordnungsgemäß auf eine Querung warten. Vor allem auf der Westseite könne so der Raddurchgangsverkehr blockiert werden.

Auch die Situation am Ortseingang von Gerlachsheim mit der Ampellösung bleibe weiterhin unbefriedigend. So werden auch künftig Radfahrer vom Radweg kommend nach der Überquerung der B 290 auf den Gehweg geleitet und müssen dann die Würzburger Straße ungesichert überqueren, so Dieter Moll. Alles in allem waren sich die Mitglieder des Klimaarbeitskreises einig, dass hier wieder einmal, selbst bei einer Neuplanung, die Interessen der schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Radfahrer und Fußgänger, zu Gunsten des motorisierten Verkehrs so gut wie nicht berücksichtigt werden.

Was bei der ganzen Sache auch befremdlich sei, so Hambrecht weiter, dass der Gemeinderat von Lauda-Königshofen, auch wenn die Planung in die Kompetenz des Regierungspräsidiums Stuttgart falle, überhaupt nicht darüber informiert wurde.

Mit der Hoffnung, dass es vielleicht doch noch nicht zu spät sei für eine vernünftige Lösung, beschloss man die Sitzung.

B290 - St.-Veit-Straße

Arbeitstreffen des Klimaarbeitskreises Lauda-Königshofen 27.02.2024

Die Mitglieder des Klimaarbeitskreises Lauda-Königshofen trafen sich in der Weinlese in Gerlachsheim zu ihrer monatlichen Arbeitssitzung.

Im Vordergrund des Abends stand das Thema Radverkehr in Lauda-Königshofen.

Iris Boxler vom ADFC berichtete von ihrem Gespräch zu diesem Thema mit Andreas Buchmann und Jan Raddatz bei der Stadtverwaltung.

In angenehmer Gesprächsatmosphäre stand vor allem der Alltagsradverkehr in der Stadt im Mittelpunkt der Diskussionen. Im Tourismusbereich sei man in der Taubertalachse durch den Klassikerradweg „Liebliches Taubertal“ relativ gut aufgestellt.

In der anschließenden Diskussion unter den anwesenden Mitgliedern, wurde auch der Übergang über die B290 in Gerlachsheim, vom Radweg Lauda kommend, angesprochen. Nach einhelliger Meinung der Anwesenden sei dies aktuell völlig unzureichend umgesetzt. Quert man die Fußgängerampel am Radweg, um nach Gerlachsheim, zu kommen, lande man auf dem gegenüberliegenden Gehweg, der ja nicht für Radfahrer gedacht sei. Mangels Alternative müsse man dann noch auf die andere Straßenseite an dieser viel befahrenen Kreuzung. Das Gefahrenpotenzial sei da nicht unerheblich.

Aber auch der Anschluss an den Radweg entlang der Bahnlinie Richtung Grünsfeld, oder zu Webers Bäckerladen sei völlig unbefriedigend. Wer an der Fußgängerampel quert, müsse rund 200 Meter auf die Bundesstraße Richtung Bahnübergang, oder als Alternative an der Grünbachbrücke, kurz vor dem Bahnübergang, über die Grünfläche, ohne Querungshilfe über die B290. Auch das sei nichts für schwache Nerven, so Dieter Moll. Hier hoffe man im Rahmen der Baumaßnahmen der neuen Grünbachbrücke auf eine praktikable Lösung des Problems.

Da dies eine Baulast des Bundes sei, werde man beim Landratsamt im Vorfeld entsprechend nachfragen.

Nach Ansicht von Iris Boxler sollte im Tourismusbereich Lauda-Königshofen seine hervorragende Lage im mittleren Taubertal, und dazu noch mit einem Bahnknotenpunkt, wirklich nutzen, zumal immer mehr Radtouristen auch mit der Bahn anreisten. Ergänzend fügte sie hinzu, dass für

junge und sportliche Radfahrer in der Region zusätzliche Angebote geschaffen werden sollten.

Dieter Moll und Stefan Heidrich erinnerten an den tragischen Tod des Radfahraktivisten Andreas Maldanka vor wenigen Wochen bei Pforzheim. Er habe sich immer für mehr Sicherheit der Radfahrer eingesetzt. Sein Unfalltod, verursacht durch einen auffahrenden PKW-Fahrer, ging durch die Presse bundesweit und war Anlass für viele Demonstrationen.

In dem Zusammenhang verwies Moll auf die bestehenden Abstandsgebote. So müssen Autofahrer außerorts beim Überholen einen Abstand von 2 Meter, und innerorts einen von 1,50 Meter einhalten. Wenn innerorts ein Kind mit dabei ist, gelten auch hier die 2 Meter.

Nach einhelliger Meinung der Anwesenden sei dies wohl vielen Kraftfahrern nicht bewusst, oder es wird einfach ignoriert.

Damit ein Umstieg auf das klimafreundliche Verkehrsmittel gelinge, sei es unabdingbar, dass sich die RadfahrerInnen auch sicher fühlen könnten, ergänzte Oliver Roßmüller.

Zu einem weiteren Tagesordnungspunkt referierte Armin Hambrecht, indem er von seinem Besuch beim Klimanetzwerk Main-Tauber berichtete. Es findet dort eine Bündelung verschiedener Gruppen aus dem Main-Tauber-Kreis statt, die sich mit dem Thema Klimaschutz befassen.

Man sei aktuell dabei, sich kampagnenfähig zu machen, um dann auch politisch wirksam etwas bewegen zu können. Im Vorfeld der kommenden Kommunalwahlen wird z.B. für die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages eine entsprechende Podiumsfragerunde stattfinden.

Am Ende bemängelte Christina Sack noch, dass es in Lauda-Königshofen nach wie vor keinen Klimaschutzmanager gebe, obwohl dieser mit einer hohen Förderung bezuschusst werden würde.

Hier möchte man im Vorfeld der Gemeinderatswahlen für eine Sensibilisierung sorgen.

Die nächste Arbeitssitzung findet am Dienstag, 26.03.2024, um 19.00 Uhr in der „Weinlese“ in Gerlachsheim statt. Interessierte sind jederzeit willkommen.

Fußgängerampel Eingang Gerlachsheim
Fußgängerampel Eingang Gerlachsheim
Weiterführung Radweg Richtung Grünsfeld

Nachhaltige Energie – ein weites und komplexes Aufgabenfeld

Unsere Mitglieder Martina Appel und Armin Hambrecht hielten am 30.11.2023 für den Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen in Erlabrunn einen Vortrag. Eingeladen hat der OV von B90/Die Grünen und der Verein Bündnis Erlabrunn. Das Thema unseres Vortrags war:

Nachhaltige Energie – ein weites und komplexes Aufgabenfeld

Hier das Einladungsplakat und die Präsentation des Vortrags:

Offizielle Eröffnung des REPARATUR-CAFEs

Reparieren statt Wegwerfen – offizielle Eröffnung

Reparieren statt Wegwerfen. Unter diesem Motto findet am Dienstag, 14.11.2023 der nächste Reparatur-Termin des REPARATUR-CAFE in Lauda statt. In den Räumen von Futurelabs in der Korngasse 2 in Lauda unterstützen wieder ehrenamtliche und fachkundige Reparateure Besucher dabei, ihre mitgebrachten, und nicht mehr funktionsfähigen, Gebrauchsgegenstände zu untersuchen und gemeinsam zu reparieren, so es denn möglich ist. Die Veranstaltung findet von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr statt. Es wird empfohlen, bis spätestens 19.30 Uhr vorbei zu kommen. Für verschiedene Reparaturen aus den Bereichen Elektronik, Holz, Fahrrad oder Spielzeug  stehen Fachkundige mit ihren entsprechenden Werkzeugen vor Ort bereit. Die Reparaturen sind kostenlos. Kleine Spenden sind willkommen.

Obwohl es bereits der zweite Reparatur-Termin ist, findet in diesem Rahmen die offizielle Eröffnung statt. Zusammen mit geladenen Gästen, und dem ehrenamtlichen Geschäftsführer des Sponsors Futurelabs gGmbH, Dr. Gunter Wobser, will der Veranstalter, der Klimaarbeitskreis Lauda-Königshofen, einer breiten Öffentlichkeit diese auf Dauer angelegte Einrichtung, deren Ziel es ist, wertvolle Resourcen zu schonen und damit auch CO² einzusparen,  bekannt machen.

Der nächste Termin ist der 12.12.2023, und dann immer der zweite Dienstag im Monat, mit Ausnahme des Februar 2024 (hier wegen Fastnacht bereits der erste Dienstag im Monat).

REPARATUR-CAFE Eröffnung 14.11.2023